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Geld abheben in England/London

Auf den britischen Inseln ist das Zahlen mit Karte deutlich verbreiteter, als das in Deutschland der Fall ist. Das liegt zum einen daran, dass in Großbritannien historisch betrachtet die Nutzung des Girokontos nicht so stark verbreitet ist und viele Geschäfte über eine Kredit- oder Debitkarte abgewickelt werden. So ist es bspw. nicht ungewöhnlich, dass Telefon- oder Gasrechnungen direkt einem Kreditkartenkonto belastet werden. Daher ist es nicht überraschend, dass die damit verbundene Infrastruktur in Großbritannien deutlich besser ausgebaut ist, als in Deutschland.

Geldautomaten an jeder Ecke

Wer schon in Großbritannien zu Besuch war, der reibt sich an der ein oder anderen Stelle nicht selten die Augen! Geldautomaten sind hier überall und an jeder Ecke zu finden! So kann man direkt in der Kneipe Geld aus dem Automaten ziehen oder auch in jeder U-Bahn-Station oder wo auch immer. Großbritannien hat bezogen auf die Einwohnerzahl das dichteste Automatennetz schlechthin. Ein Grund ist unter anderem, dass insbesondere im Handel die Automaten auch als Cash-Recycler genutzt werden, d.h. der Händler kann seine Tageseinnahmen direkt in den Automaten einzahlen und muss nicht mehr zur Bank gehen.

Besonderheiten im Zusammenhang mit dem britischen Pfund

Wer in Deutschland sein Konto führt und in Frankreich bspw. Geld abhebt, der wird unter Umständen mit einer Gebühr belastet. Diese Gebühr stellt das kartenausgebende Institut dem Nutzer in Rechnung. Wie hoch diese Gebühr ist, kann man vorab bei seiner Bank erfragen. Darüber hinaus kann auch der Automatenbetreiber eine Gebühr in Rechnung stellen, diese wird aber beim Abhebevorgang vorab angezeigt. Bei einem Einsatz in Großbritannien fällt aber noch die Umtauschgebühr an. Denn die Karte des Karteninhabers wird in Euro geführt, der Automat gibt auch britische Pfund aus. Beim Clearing und Settlement – der Rechnungsstellung gegenüber der Kundenbank – wird dann der Kunde in Euro belastet und der Automatenbetreiber erhält britische Pfund zurück. Für den Umtausch wird die kartenherausgebende Bank den Kunden belasten.

So gesehen handelt es sich in diesem Zusammenhang nicht um eine Gebühr des Automatenbetreibers. Schlussendlich ist es für den Kunden allerdings egal, denn er muss für den Karteneinsatz und den Umtausch zahlen. Wer übrigens häufig im Ausland ist, der sollte sich bei seiner Bank nach den Wechselkursen erkundigen. Hier gibt es Unterschiede zwischen den Kreditkarteninstituten, die sich am langen Ende bezahlt machen könnten.

Kann man mit der deutschen EC-Karte Geld in Großbritannien und London abheben?

Kunden in Deutschland sind es gewohnt, mit ihrer Karte überall problemlos Geld abheben zu können. Das muss aber in Großbritannien nicht zwangsläufig genauso gut funktionieren. Dazu an dieser Stelle noch ein paar Hintergrundinformationen: Die deutsche Girocard ist ein Zahlensystem, welches um 1990 entwickelt wurde. Für die Entwicklung dieses Systems, welches damals noch EC-Cash hieß, wurde auf Basis eines nationalen Netzwerks errichtet. Dabei waren die Geldautomaten an Autorisierungssysteme der Banken angeschlossen.

Die Systeme von MasterCard oder Visa gehen über völlig andere Autorisierungssysteme und waren zu diesem Zeitpunkt nicht mit dem nationalen System direkt verbunden. Vor diesem Hintergrund waren Barabhebungen mit der deutschen Girocard so nicht möglich. Allerdings – und jetzt kommt die Ausnahme von der Regel – sollte sich jeder einmal ganz genau seine Girocard anschauen – findet man doch dort in der Regel weitere Logos. Dabei handelt es sich um die Brands „Vpay“ oder „Maestro“. Beide schließen sich gegenseitig aus, sodass eine Bank immer nur eines der beiden Logos auf die Karte drucken wird. Befinden sich diese Logos auf der Karte, dann ist auch eine Bargeldabhebung an einem britischen Geldautomaten problemlos möglich. Für den Kunden gibt es keinen Unterschied, die PIN ist die gleiche, die Abwicklung ist die gleiche und die Belastung auf dem Konto kommt wie gewohnt.

Die beste Lösung zum Geld abheben in England: kostenlose Kreditkarten von Direktbanken

Die aktuell wohl beste Lösung, um sehr günstig in England Geld abzuheben, liegt darin, ein Konto bei einer online Bank zu eröffnen. Das Eröffnen des Kontos ist in der Regel komplett kostenlos und man erhält eine Kreditkarte dazu. Während einige Karten nur innerhalb des europäischen Auslandes kostenfreie Geldabhebungen erlauben, so können mit bestimmten Karten sogar weltweit kostenlos Geld abgehoben werden. Beim Geld abheben in England sollten Sie hierbei beachten, dass der Automat je nach Karte entweder VISA oder MasterCard unterstützen muss.

Unsere besten Kreditkarten-Empfehlungen zum Geld abheben in England:

Empfehlung DKB Kreditkarte

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Norisbank Kreditkarte

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ICS – Visa WorldCard

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Ein kleiner Tipp, wenn man Geld abhebt oder mit Karte bezahlt!

Besucher in Großbritannien haben es möglicherweise schon erlebt – der Verkäufer fragt, ob man den Betrag in Euro bezahlen will, obwohl der Ladenpreis in britischen Pfund ausgewiesen war. Das ist möglich mit DCC! Die drei Buchstaben stehen für Dynamic Currency Conversion und zeigen in der Landeswährung des Karteninhabers den Kaufpreis an. Für den Käufer hat das einen großen Vorteil: genau der Betrag, der auf dem Terminal angezeigt wird, kommt auch anschließend zur Abbuchung. Aber und das ist der Nachteil: Der Käufer sieht zwar auf dem Terminal den genutzten Wechselkurs, aber er kann diesen nicht vergleichen.

Der im Zusammenhang mit DCC genutzte Wechselkurs ist ungünstiger als der von der Kartenorganisation genutzte Kurs.

Wer aber häufiger aus beruflichen Gründen nach Großbritannien reist, für den ist DCC von Vorteil, da der Arbeitgeber bei der Reisekostenabrechnung die Reisekosten in Euro abrechnet. Und wenn der Kunde in Euro bezahlt hat, dann erhält er auch genau diesen Betrag. Erfolgt dagegen die Bezahlung in britischen Pfund können Wechselkursschwankungen entweder zu einer höheren oder niedrigen Abrechnung führen.

Wie einfach kann man in England/ London mit Karte bezahlen?

Eingangs wurde bereits erwähnt, dass bargeldloses Zahlen in England an der Tagesordnung ist. Während Kunden in Deutschland häufig Probleme haben, wenn sie einen geringen Betrag mit Karte bezahlen wollen, kann man in Großbritannien auch ein Sandwich für 2,00 Pfund problemlos kaufen. Hier wundert sich niemand, auch insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Zahlungen kontaktlos abgewickelt werden. Das geht nicht nur schneller, sondern ist für den Handel auch günstiger.

Ganz besonders einfach ist in London die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs. Hier benötigt man als Tourist nicht mehr die früher notwendige „Oyster Card“, sondern kann direkt mit seiner Kreditkarte ein- und auschecken. Im Hintergrund ermittelt dann Transport for London den besten Tarif, insbesondere wenn mehrfach am Tag Fahrten durchgeführt wurden. Dabei gibt es aber zwei Voraussetzungen: Die Karte muss für das kontaktlose Zahlen einsetzbar sein – erkennbar an den drei Funkwellen auf der Karte – und es muss zwingend eine Kreditkarte sein. Mit der deutschen Girocard geht das leider nicht!

Wo kann man in Großbritannien noch Geld wechseln?

In UK – und insbesondere in London – leben Menschen aus so gut wie allen Ländern dieser Erde. Genau aus diesem Grund gibt es in Großbritannien auch an so gut wieder Ecke Wechselstuben, die in alle Richtungen Geld tauschen oder auch transferieren wollen. Aber auch an den Flughäfen oder Bahnhöfen gibt es an jeder Ecke Wechselstuben. Diese geben aber auch Bargeld gegen Karte, d.h. die Wechselstube operiert genauso wie ein Geldausgabeautomat. Und das ganz besondere, diese Wechselstuben haben gefühlt auch Tag und Nacht geöffnet. Die Versorgung mit Bargeld in Großbritannien stellt also aus Sicht der Besucher überhaupt kein Problem dar.

Kann man in England mit dem Euro bezahlen?

Die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs ist das Pfund Sterling. Geschäfte und Dienstleister nehmen in der Regel nur diese Währung an. Wenn Sie eine Kreditkarte verwenden, unabhängig von der Währung, in der Sie Ihre Rechnungen bezahlen, wird die Karte mit Pfund Sterling belastet und Ihre endgültige Kreditkartenrechnung spiegelt die Währungsumrechnungsdifferenzen und die Gebühren wider, die Ihre Ausgabebank auf Devisen erhebt.


Einige der größeren Kaufhäuser Großbritanniens, insbesondere die Londoner Geschäfte, die als touristische Attraktionen gelten, nehmen allerdings größtenteils den Euro und einige andere Fremdwährungen wie den US-Dollar an.

Hierauf sollten Sie sich jedoch nicht verlassen. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es immer zu empfehlen, direkt bei der Ankunft in England Pfund am Geldautomaten abzuheben oder eine günstige Reisekreditkarte zum Bezahlen einzusetzen. Sehr günstige Kosten für Abhebungen in England bieten zum Beispiel die Kreditkarten der ING-Diba und der DKB-Bank.

Geld abheben in England/London – das Fazit:

Kartenzahlungen sind in Großbritannien problemlos auch für Kleinstbeträge möglich. Dabei sollte idealerweise eine Karte vorgesehen werden, die kontaktloses Zahlen ermöglicht. Besonders komfortabel kann man die Kreditkarte als Ticket für den Nahverkehr in London nutzen. Aber auch die Versorgung mit Bargeld ist aufgrund der extrem hohen Dichte von Geldautomaten problemlos machbar. Es empfiehlt sich allerdings bei häufigen Reisen nach UK der Erwerb einer Kreditkarte, da viele Kreditkarteninstitute für Barabhebungen am Geldautomat die Gebühren übernehmen.



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